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    Kategorien: Apps

Sputnik – tolles App oder zum Verglühen verdammt?

Sputnik, die Jugendwelle des Mitteldeutschen Rundfunks aus Leipzig, hat mit MDR Sputnik Web Radio eine iPhone-Anwendung im AppStore. Neben dem laufenden Hörfunkprogramm kann man Streams in den fünf Kanälen Black, Rock, Club, Popkult und Insomnia (“Melancholie ohne Pause”) hören.

Mit WLAN-Empfang ist die Qualität sogar sehr gut. Während man im Live-Programm den laufenden Titel und Interpret angezeigt bekommt, ist das in den anderen Kanälen leider nicht so. Viel mehr als ein Link zu den Streams ist die Anwendung allerdings nicht.

Ich frage mich, was passiert, wenn nun jeder Radiosender seine eigene App in den Apple Store stellt? So richtig Sinn macht das nicht. Der Vorteil von Webradioangeboten oder last.fm ist doch gerade Aggregation der vielfältigen Angebote sowie das Entdecken von Unbekanntem. Da will ich kein auf hip getrimmtes App einer öffentlich-rechtlichen Anstalt.

In der heftig geführten Diskussion zwischen Verlegern und öffentlich-rechtlichen Sendern über deren Engagement im Web, dürfte dieses App willkommenes Futter für die Seite der Verleger sein.

Preis: Kostenlos, Größe: 0,8 MB

Dirk Kunde: Dirk Kunde ist Journalist und Autor. Den roten Faden seiner Arbeit bildet die Frage: Wie verändert die Digitalisierung unser Leben? Dabei spielt Mobilität durch Smartphones, Tablets und Apps eine entscheidende Rolle.

Kommentare anschauen (2)

  • jeder nach seiner Fasson, oder?
    wer gerne neues entdecken will: soll er. Dann nimmt er vielleicht vlc mit seinem internetradioangebot.
    wer gerne bevorzugt sputnik hört, dem ist mit dieser app doch sehr geholfen. und: ja, ich würde mir auch eine wdr-app laden. Aber noch viel lieber hätte ich eine DRK/DLF-App

    - Udo -

  • Das ist nur ein anderer Verbreitungsweg für das, was die Öffis dürfen: nämlich Radio machen. Warum sollten die Verleger dagegen sein? Außerdem gibt es bei Sputnik noch nicht einmal Werbung. Ich habe mir das App gleich runtergeladen- es läuft wirklich super. Wer neue Musik entdecken will, sollte den Pupkult hören. Das ist Musikjournalismus und besser als eine automatisierte, kommerziell gelenkte Kaufempfehlung à la lastfm. Gruss Carsten

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